Komplettschränke

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EATON ZSD-ZV-1100/APZ Zähler-Komplettschrank 191007
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Striebel DA39CY Komplettschrank
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Ein Komplettschrank ist die fertig aufgebaute, meist vorverdrahtete Lösung für die normkonforme Zähleranlage – und damit die erste Wahl, wenn Neubau oder Sanierung schnell und sauber abgewickelt werden sollen. Kein Zusammenstückeln einzelner Komponenten, keine offenen Fragen zum Lieferumfang. Was im Schrank sein muss, ist drin.

Bei Zählerschrankexpert führen wir Zähler-Komplettschränke von EATON und Striebel & John – zwei Hersteller, die für diesen Anwendungsbereich sehr gut positioniert sind und deren Produkte von deutschen Netzbetreibern regelmäßig akzeptiert werden.


Was ist ein Komplettschrank – und was unterscheidet ihn vom Leergehäuse?

Der Begriff „Komplettschrank“ ist im Handel nicht einheitlich geschützt, meint aber in der Regel immer dasselbe: ein Zählerschrank-Gehäuse, das bereits mit den wichtigsten Innenkomponenten bestückt und verdrahtet geliefert wird. Im Gegensatz zum reinen Leergehäuse oder einem einzelnen Komplettfeld ist hier alles aufeinander abgestimmt – Zählerplatz, Verteilerbereich und APZ-Bereich bilden eine fertige Einheit.

Was „vorverdrahtet“ konkret bedeutet: Die Verbindungen zwischen Zählerplatz und Verteilerfeld – also die Aderleitung zwischen SLS-Schalter, Sammelschiene und den Abgängen – sind werkseitig hergestellt. Der Installateur muss lediglich die Zuleitung vom Hausanschlusskasten anschließen, den Zähler einsetzen lassen und die Endstromkreise an die Klemmleisten anklemmen. Das spart auf der Baustelle erheblich Zeit und reduziert Fehlerquellen.

Wichtig: Auch ein vorverdrahteter Komplettschrank muss von einer zugelassenen Elektrofachkraft montiert und angeschlossen werden. Die Inbetriebnahme und Plombierung des Zählerplatzes erfolgt ausschließlich durch den Netzbetreiber.

Aufbau und Technik: Was ein normkonformer Komplettschrank enthalten muss

Damit ein Zähler-Komplettschrank in Deutschland in Betrieb genommen werden kann, muss er die aktuellen normativen Anforderungen erfüllen. Die wesentlichen Vorgaben kommen aus der VDE-AR-N 4100 und den jeweiligen technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Netzbetreibers. Im Überblick:

Zählerplatz und Zählertyp

Der Zählerplatz ist für die Aufnahme des vom Energieversorger gestellten Zählers ausgelegt – entweder für den elektronischen Haushaltszähler (eHZ) mit moderner Messeinrichtung oder für den klassischen Dreipunktzähler. Welcher Typ in Ihrem Versorgungsgebiet eingesetzt wird, legt der Netzbetreiber fest. Die meisten aktuellen Komplettschränke sind für einen der beiden Typen optimiert – achten Sie beim Kauf auf die korrekte Ausführung.

SLS-Schalter und 40-mm-Sammelschiene

Im unteren Anschlussraum befindet sich das 5-polige Sammelschienensystem mit 40 mm Systemmaß zur Aufnahme des selektiven Hauptleitungsschutzschalters (SLS-Schalter). Dieser ist gemäß DIN VDE 0641-21 vorgeschrieben, muss laientauglich bedienbar sowie sperr- und plombierbar sein. Gängige Nennströme: 35 A, 40 A, 50 A und 63 A – abhängig von der Anlage und den TAB-Vorgaben.

APZ-Bereich

Seit dem 1. April 2019 ist der Anschlussbereich für Zusatzgeräte (APZ) nach VDE-AR-N 4100, Abschnitt 7.7, in jeden neuen Zählerschrank zu integrieren. Er muss mindestens 300 mm hoch sein, über eine eigene plombierbare Berührungsschutz-Abdeckung verfügen und aus dem Netzanschlussraum gespeist werden. Aktuelle Komplettschränke bringen diesen Bereich werksseitig mit – ein wesentlicher Grund, warum ältere Schränke bei Sanierungen oft vollständig ersetzt werden müssen.

Verteilerfeld und Endstromkreise

Das Verteilerfeld oberhalb des Zählerplatzes nimmt FI-Schutzschalter, Leitungsschutzschalter und weitere Schutzeinrichtungen auf. Die Reihenzahl (typisch 3- bis 5-reihig) bestimmt, wie viele Endstromkreise abgesichert werden können. Im oberen Anschlussraum ist eine 5-polige Hauptleitungsabzweigklemme (HAK), fingersicher ausgeführt, vorzusehen.

Schutzgrad IP44

Alle in Deutschland für die Hausinstallation zugelassenen Zähler-Komplettschränke müssen mindestens Schutzgrad IP44 nach DIN EN 60529 erfüllen. Das bedeutet: Schutz gegen Berührung mit Drähten ≥ 1 mm (erste Ziffer 4) und Schutz gegen allseitiges Spritzwasser (zweite Ziffer 4). Damit sind die Schränke für Keller, Treppenhäuser und vergleichbare Aufstellorte geeignet – nicht jedoch für dauerhaft feuchte oder explosionsgefährdete Bereiche.

Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf verbindlich die TAB Ihres Netzbetreibers. Viele EVU haben spezifische Anforderungen an Schrankhöhe, Feldbreite oder Zählertyp, die über die allgemeinen VDE-Normen hinausgehen. Im Zweifelsfall lohnt sich ein kurzes Gespräch mit dem zuständigen Netzanschlussberater.

Montagevarianten: Aufputz, Unterputz oder teilversenkt?

Komplettschränke werden in drei grundlegenden Montagevarianten angeboten. Welche sinnvoll ist, hängt von den baulichen Gegebenheiten ab.

Aufputzmontage (AP)

Der Schrank wird direkt auf die Wand geschraubt. Einfachste und schnellste Lösung – besonders geeignet für Keller, Treppenhäuser und Technikräume ohne Verputz. Keine Aussparung erforderlich.

Unterputzmontage (UP)

Der Schrank wird vollständig in die Wand eingelassen. Erfordert eine Maueraussparung. Optisch aufgeräumt – häufig in Wohngebäuden gewünscht, wo der Schrank nicht offen sichtbar sein soll.

Teilversenkt

Kompromiss aus AP und UP: Der Schrank sitzt zu einem Teil in der Wand, steht aber leicht hervor. Praktisch bei begrenzter Wandtiefe. Ermöglicht einfachere Kabelführung als bei vollständiger Unterputzmontage.

Viele aktuelle Komplettschränke von EATON und Striebel & John sind für alle drei Varianten vorbereitet – das Gehäuse lässt sich je nach Montagesituation einsetzen, ohne dass unterschiedliche Modelle benötigt werden.


Unsere Komplettschränke: EATON und Striebel & John

Im Sortiment von Zählerschrankexpert führen wir Zähler-Komplettschränke von zwei Herstellern, die sich für unterschiedliche Anforderungen eignen:

EATON Komplettschränke

EATON ist international im Energiemanagement-Bereich aktiv und hat seine Komplettschränke gezielt auf die Anforderungen des deutschen Marktes und der geltenden TAB abgestimmt. Die Schränke überzeugen durch eine durchdachte Innenstruktur, die eine schnelle Bestückung und Verdrahtung auf der Baustelle ermöglicht. Besonders die Ausführungen für den eHZ-Zähler sind bei EATON gut vertreten. Für Installateure, die Wert auf eine schlüssige Systemlösung aus einer Hand legen, ist EATON eine verlässliche Wahl.

Striebel & John Komplettschränke

Striebel & John, Teil der ABB-Gruppe, steht für modulare Zähleranlagensysteme mit hoher Konfigurierbarkeit. Die Komplettschränke sind sowohl für Dreipunkt- als auch für eHZ-Zähler erhältlich und lassen sich durch das Baukastenprinzip flexibel an regionale TAB-Anforderungen anpassen. Gerade für Elektrobetriebe, die in verschiedenen Versorgungsgebieten tätig sind, ist Striebel & John durch die klare Produktstruktur besonders praxistauglich.

Hinweis zum Lieferumfang: Komplettschränke werden je nach Ausführung mit oder ohne SLS-Schalter und ohne Überspannungsschutz geliefert. Prüfen Sie die Produktbeschreibung genau – fehlende Komponenten müssen separat beschafft und vom Installateur eingebaut werden. Der Überspannungsschutz Typ I+II ist seit Dezember 2018 nach DIN VDE 0100-443 für alle Neuinstallationen vorgeschrieben.

Welcher Komplettschrank passt zu Ihrem Projekt?

Die Wahl hängt von drei Faktoren ab: Anzahl der Zählerplätze, Zählertyp des Netzbetreibers und vorhandene Platzverhältnisse. Eine grobe Orientierung:

Einfamilienhaus
In aller Regel reicht ein Komplettschrank mit einem Zählerplatz, 3- bis 5-reihigem Verteilerfeld und APZ-Bereich. Schrankhöhe typisch 1.100 mm. Beide Hersteller decken diesen Bedarf zuverlässig ab.
Neubau / TAB 2023
Achten Sie auf Schränke, die explizit die TAB 2023 erfüllen – insbesondere auf die BKE-I-Schnittstelle für das Smart-Meter-Gateway und die korrekte Ausführung des APZ-Bereichs. EATON und Striebel & John bieten entsprechend zertifizierte Ausführungen.
Sanierung / Umbau
Muss der alte Schrank aufgrund von Normänderungen ersetzt werden, empfiehlt sich direkt ein aktueller Komplettschrank, der APZ, Überspannungsschutz-Vorbereitung und SLS-Aufnahme bereits integriert. Das vermeidet spätere Nachrüstung.
Mehrfamilienhaus
Hier werden in der Regel mehrzählige Schränke oder separate Komplettfelder je Wohneinheit benötigt. Die Hauptanlage unterliegt dann besonderen Anforderungen nach DIN 18015. Sprechen Sie uns gerne für eine Beratung an.
Tipp: Bevor Sie bestellen, klären Sie mit Ihrem Elektroinstallateur, welche Ausführung Ihr Netzbetreiber konkret akzeptiert. Schrankhöhe, Feldbreite und Zählertyp können je nach EVU variieren – ein kurzes Telefonat mit dem Netzanschlussberater spart spätere Umtauschkosten.

Zähler-Komplettschränke online kaufen – direkt und unkompliziert

Bei Zählerschrankexpert können Sie Komplettschränke von EATON und Striebel & John bequem online kaufen und direkt zur Baustelle oder an Ihre Lageradresse liefern lassen. Alle Produkte entsprechen den aktuellen deutschen Normen und sind für den Einsatz im Rahmen der geltenden TAB geeignet.


Normkonforme Komplettschränke von EATON und Striebel & John

Vorverdrahtet – weniger Montageaufwand auf der Baustelle

Montage als AP, UP oder teilversenkt möglich

Schnelle Lieferung – direkt zu Ihnen oder an die Baustelle

Fachkundige Beratung bei der Auswahl der richtigen Ausführung
Wichtig: Der Kauf und die Lieferung eines Komplettschranks ist unkompliziert – Montage, Anschluss und Inbetriebnahme sind ausschließlich Aufgabe einer zugelassenen Elektrofachkraft und des Netzbetreibers.

Schauen Sie sich jetzt unser Sortiment an und finden Sie den passenden Komplettschrank für Ihr Projekt.


Häufige Fragen zum Komplettschrank

Was ist der Unterschied zwischen einem Komplettschrank und einem Leergehäuse?
Ein Leergehäuse ist genau das – ein leeres Stahlgehäuse ohne Innenkomponenten. Der Installateur bestückt es vollständig selbst: Zählerplatz, Sammelschiene, SLS-Schalter, Verteilerfeld, APZ-Bereich. Das erfordert Planungsaufwand, Einzelbestellung aller Komponenten und mehr Arbeitszeit auf der Baustelle. Ein Komplettschrank kommt dagegen bereits vorverdrahtet und bestückt – Zählerplatz, APZ-Bereich und Verteilerfeld sind aufeinander abgestimmt und werkseitig montiert. Der Elektrofachbetrieb schließt lediglich die Zuleitung an und bestückt das Verteilerfeld mit Schutzschaltern. Das spart erheblich Zeit und reduziert Fehlerquellen.

Muss ich für eine PV-Anlage oder Wallbox meinen Komplettschrank erneuern?
Nicht zwingend – aber sehr häufig. Wer eine Photovoltaikanlage, eine Wallbox oder eine Wärmepumpe anmeldet, muss beim Netzbetreiber eine Anmeldung einreichen. Dabei prüft das EVU, ob der vorhandene Zählerschrank den aktuellen TAB entspricht. Ältere Schränke ohne APZ-Bereich, ohne SLS-Schalter oder ohne Vorbereitung für ein Smart Meter Gateway werden in der Regel nicht abgenommen. Seit Januar 2025 gilt zudem: Für PV-Anlagen ab 7 kW und alle Wärmepumpen ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) vorgeschrieben. Moderne Komplettschränke von EATON und Striebel & John bringen die BKE-I-Schnittstelle für das Smart Meter Gateway bereits werksseitig mit – das spart eine spätere Nachrüstung.

Welche Montageart ist die richtige – Aufputz, Unterputz oder teilversenkt?
Das hängt in erster Linie von den baulichen Gegebenheiten ab. Aufputz (AP) ist die einfachste Lösung: Der Schrank wird direkt auf die Wand geschraubt, keine Aussparung erforderlich – ideal für Keller und Technikräume. Unterputz (UP) erfordert eine Wandaussparung, sieht aber aufgeräumter aus und ist in Wohngebäuden oft gewünscht. Teilversenkt ist der Kompromiss: Der Schrank sitzt teils in der Wand, steht aber leicht vor – praktisch bei begrenzter Wandtiefe. Viele Komplettschränke von EATON und Striebel & John sind für alle drei Varianten vorbereitet.

Was bedeutet BKE-I und brauche ich das in meinem Komplettschrank?
BKE-I steht für Breitbandige Kommunikationseinrichtung für intelligente Messsysteme – kurz: die Aufnahmeschiene für das Smart Meter Gateway. Dieses Gateway ist das Herzstück des intelligenten Messsystems und stellt die Verbindung zwischen Zähler, steuerbaren Verbrauchern (Wallbox, Wärmepumpe) und dem Netzbetreiber her. Seit der TAB-Novelle und dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) ist die BKE-I-Schnittstelle bei Neuinstallationen zunehmend gefordert – insbesondere wenn steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG angemeldet werden.

Sind SLS-Schalter und Überspannungsschutz im Komplettschrank enthalten?
Das ist eine der wichtigsten Fragen vor dem Kauf – und die Antwort lautet: kommt auf die Ausführung an. Manche Komplettschränke werden inklusive SLS-Schalter und Überspannungsschutz geliefert, andere nur mit den Aufnahmen dafür. Prüfen Sie die Produktbeschreibung konkret auf diese Punkte. Der SLS-Schalter ist gemäß DIN VDE 0641-21 im unteren Anschlussraum vorgeschrieben – ohne ihn nimmt der Netzbetreiber die Anlage nicht ab. Der Überspannungsschutz Typ I+II ist seit Dezember 2018 nach DIN VDE 0100-443 für alle Neuinstallationen Pflicht.

Alle genannten Normen und Richtlinien entsprechen dem Stand 2024 und dienen der allgemeinen Orientierung. Für verbindliche Planung und Ausführung ist stets ein zugelassener Elektrofachbetrieb einzubeziehen. Maßgeblich sind die jeweils aktuell gültigen Normfassungen sowie die TAB des zuständigen Netzbetreibers.

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