Schutzschalter Sicherungen und Leitungsschutzschalter

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5ST3010
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5SU1354-6KK10
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5SU1354-6KK16
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5SU1354-7KK16
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5SV3314-6
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5SV3344-6
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5SV3346-6
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5SY4116-7
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5SY4132-6
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5SY4132-7
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Leitungsschutzschalter, FI-Schutzschalter, FI/LS-Kombischalter, selektive Hauptleitungsschutzschalter – der Verteilerkasten eines Gebäudes enthält eine ganze Reihe unterschiedlicher Schutzgeräte, die jeweils eine spezifische Aufgabe übernehmen. In dieser Kategorie finden Sie ein breites Sortiment normkonformer Schutzschalter von Siemens, ABB, ABN, Hager, Eaton und Chint – sowie Hauptschalter und einen AC-Schütz für Motorlasten.

Wichtig: Montage, Anschluss und Dimensionierung aller Schutzschalter ausschließlich durch eine zugelassene Elektrofachkraft. Die Auswahl des richtigen Gerätetyps, der Auslösecharakteristik und des Nennstroms muss immer auf Basis einer fachkundigen Leitungsberechnung erfolgen.

Welcher Schutzschalter macht was? Die fünf Gerätetypen im Überblick

Leitungsschutz-
schalter (LS)
Schützt Leitungen und Betriebsmittel gegen Überlast und Kurzschluss. Spricht auf thermische Überlastung (verzögert) und Kurzschluss (unverzögert) an. Wiedereinschaltbar nach Auslösung. Standard in jeder Unterverteilung. Im Sortiment: Siemens 5SY4, Chint NB1-63 – 1-/3-/4-polig, B- und C-Charakteristik.

FI-Schutzschalter
(RCD)
Schützt Personen vor Fehlerströmen – erkennt Differenzströme ab 10 mA, 30 mA oder 300 mA und trennt den Stromkreis in Millisekunden. Kein Schutz gegen Überlast oder Kurzschluss – dafür immer zusätzlich ein LS-Schalter erforderlich. Im Sortiment: Siemens 5SV3 – 2- und 4-polig, 30 mA Typ A, Chint NL210.

FI/LS-Kombischalter
(RCBO)
Vereint Fehlerstromschutz und Leitungsschutz in einer Teilungseinheit. Spart erheblich Platz im Verteiler, schützt jeden Stromkreis individuell ohne gemeinsamen FI für mehrere Kreise. Im Sortiment: Siemens 5SU1354 – 1P+N, B-Charakteristik, 10A und 16A, 30 mA.

Selektiver Hauptleitungs-
schutzschalter (SLS)
Schützt die Hauptleitung zum Verteilerkasten selektiv – löst erst aus wenn nachgelagerte LS-Schalter nicht auslösen. Seit VDE-AR-N 4100 (April 2019) bei Neuinstallationen normativ vorgeschrieben. Im Sortiment: ABB S751/3-E35 (35A), Hager 3-polig, Eaton LSHU-E35/3-KL (35A E-Charakteristik).

SHU-Schalter
(Selektiver Haupt-
sicherungsautomat)
Kombiniert die Selektivität des SLS mit der Rückstellbarkeit eines Automaten – im Gegensatz zur Schmelzsicherung wiedereinschaltbar. Häufig als Alternative zum SLS in Komplettfeld-Anlagen eingesetzt. Im Sortiment: ABN XKS335-5.


B- oder C-Charakteristik – was passt zu welchem Stromkreis?

Die Auslösecharakteristik eines Leitungsschutzschalters bestimmt, wie schnell er bei einem bestimmten Vielfachen des Nennstroms magnetisch auslöst. Das ist entscheidend, weil viele elektrische Geräte beim Einschalten kurzzeitig einen hohen Anlaufstrom ziehen – der LS-Schalter soll diesen tolerieren, bei echtem Kurzschluss aber sofort trennen.

B-Charakteristik

Magnetische Auslösung bei 3– bis 5-fachem Nennstrom. Geeignet für Verbraucher ohne nennenswerten Anlaufstrom: Beleuchtung, Steckdosenkreise, Heizungen, Haushaltsgeräte.

Im Sortiment: Siemens 5SY4.06/10/16/32, Chint NB1-63 B16/B32 – 1-/3-/4-polig.

C-Charakteristik

Magnetische Auslösung bei 5– bis 10-fachem Nennstrom. Geeignet für Verbraucher mit hohem Anlaufstrom: Elektromotoren, Transformatoren, Pumpen, Kompressoren, Frequenzumrichter.

Im Sortiment: Siemens 5SY4.16-7/32-7/16-7, Chint NB1-63 C32 – 1-/3-/4-polig.

Tipp: In der Wohnhausinstallation ist die B-Charakteristik der Standard. Die C-Charakteristik kommt typischerweise im Gewerbe- und Industriebereich zum Einsatz. Wenn Sie unsicher sind, welche Charakteristik für Ihren Anwendungsfall richtig ist, lassen Sie sich von Ihrem Elektrofachbetrieb beraten.

Die Hersteller im Sortiment

Siemens

Einer der weltweit führenden Elektrotechnikhersteller. Im Sortiment: Baureihen 5ST (Hilfsschalter), 5SU (FI/LS), 5SV (FI-Schutzschalter) und 5SY4 (Leitungsschutzschalter) – das Kernsortiment für moderne Verteiler in Wohn- und Gewerbebau.

ABB

Globaler Elektrotechnikkonzern, seit Jahrzehnten im Niederspannungsschutz aktiv. Im Sortiment: Selektiver Hauptleitungsschutzschalter S751/3-E35 (35A, 3-polig, 25kA Kurzschlussstrom) – normkonform für den Einbau nach VDE-AR-N 4100.

ABN

Deutsches Traditionsunternehmen, bekannt für Zählerplatzsysteme und Schutzgeräte. Im Sortiment: XKS335-5 SHU-Schalter – selektiver Hauptsicherungsautomat als wiedereinschaltbare Alternative zur Schmelzsicherung.

Hager

Französischer Elektrotechnikhersteller mit starkem REG-Sortiment. Im Sortiment: SLS-Schalter 3-polig für den normativen Einsatz nach VDE-AR-N 4100 in Zählerschränken.

Eaton

US-amerikanischer Energietechnikkonzern mit breitem Niederspannungssortiment. Im Sortiment: LSHU-E35/3-KL – LS-Schalter 35A, 3-polig, E-Charakteristik für selektiven Hauptleitungsschutz.

Chint

Chint ist einer der weltweit größten Hersteller von Niederspannungsschaltgeräten mit Sitz in China – alle Produkte sind nach IEC 60898 zertifiziert und in Deutschland zugelassen. Im Sortiment: LS-Schalter 1-/3-/4-polig, FI-Schutzschalter NL210 sowie der AC-Schütz NCH8 für Motorlasten und steuerbare Verbraucher.


Hilfsschalter und AC-Schütz – die Spezialgeräte im Sortiment

Siemens 5ST3010 – Hilfsschalter

Der Siemens 5ST3010 ist kein eigenständiger Schutzschalter, sondern ein Zusatzmodul, das seitlich an einen Leitungsschutzschalter angeclipst wird. Er meldet den Schaltzustand des LS-Schalters an übergeordnete Steuerungen: 1 Schließerkontakt zeigt an, ob der LS-Schalter eingeschaltet ist. Typische Anwendungen: Gebäudeleittechnik, Alarmierung bei unbeabsichtigter Auslösung, KNX-Integration.

Chint NCH8-63/40 – AC-Schütz

Ein Schütz ist kein Schutzgerät, sondern ein fernsteuerbarer Leistungsschalter – er wird über eine Steuerspannung (hier AC 220/230V) betätigt und schaltet Lasten ein und aus. Der NCH8-63/40 ist für 63A und 40 kW Motorlast ausgelegt. Typische Anwendungen: Motorsteuerung, Pumpensteuerung, Klimatechnik, Ladeinfrastruktur-Steuerung, zeitgesteuerte Verbraucher. Kein Überlastschutz – immer in Kombination mit einem LS-Schalter einzusetzen.

Hinweis zu Normen: Alle Leitungsschutzschalter im Sortiment müssen den Anforderungen der DIN VDE 0100-430 (Schutz bei Überstrom) und DIN VDE 0100-530 (Auswahl und Errichtung von Schaltgeräten) entsprechen. FI-Schutzschalter sind nach DIN VDE 0100-410 einzusetzen. Die Dimensionierung muss immer durch eine Elektrofachkraft auf Basis der tatsächlichen Leiterquerschnitte, Leitungslängen und angeschlossenen Lasten erfolgen.

Häufige Fragen zu Schutzschaltern und Sicherungen

Was ist der Unterschied zwischen einem LS-Schalter und einer Schmelzsicherung?
Der Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) ist nach einer Auslösung durch Betätigung des Schalthebels wiedereinschaltbar – vorausgesetzt die Ursache wurde beseitigt. Eine Schmelzsicherung hingegen ist nach dem Ansprechen verbraucht und muss ausgetauscht werden. LS-Schalter sind daher in der modernen Elektroinstallation der Standard. Schmelzsicherungen sind heute vor allem noch im Bereich der Vorsicherung (NH-Sicherungen im Hausanschlusskasten) anzutreffen.
Schützt ein FI-Schutzschalter auch vor Kurzschluss?
Nein. Ein FI-Schutzschalter (RCD) schützt ausschließlich vor Fehlerströmen gegen Erde – also vor dem Berührungsschutz und dem Schutz bei Isolationsfehlern. Er spricht nicht auf Überlastung oder Kurzschluss an. Deshalb wird er immer in Kombination mit einem Leitungsschutzschalter eingesetzt. Der FI/LS-Kombischalter vereint beide Funktionen in einem Gerät und spart dadurch Platz im Verteiler.
Warum ist seit VDE-AR-N 4100 ein SLS-Schalter vorgeschrieben?
Die VDE-AR-N 4100 (April 2019) schreibt für Neuinstallationen einen selektiven Hauptleitungsschutzschalter (SLS) zwischen dem Hausanschlusspunkt und dem Zähler vor. Der SLS stellt sicher, dass bei einem Fehler in der Anlage zunächst die nachgelagerten LS-Schalter im Unterverteiler auslösen – und erst wenn diese versagen, der SLS trennt. Ohne Selektivität könnte bei einem Fehler das gesamte Gebäude ohne Strom bleiben, obwohl nur ein einzelner Stromkreis betroffen ist. Der SLS ist im Schutzkonzept des Zählerschranks damit ein zentrales Element.
Was bedeutet „1P+N“ beim FI/LS-Schalter?
1P+N bezeichnet einen einphasigen FI/LS-Schalter, der sowohl den Phasenleiter (L) als auch den Neutralleiter (N) schaltet – also beide Leiter eines einphasigen Stromkreises. Das ist für Endstromkreise in Wohngebäuden die übliche Ausführung. Durch die Trennung beider Leiter wird sichergestellt, dass auch bei einem defekten Neutralleiter keine gefährliche Spannung am Verbraucher anliegt. Der Siemens 5SU1354-6KK10 und -6KK16 sind genau diese Ausführung.
Sind Chint-Schutzschalter für den deutschen Markt zugelassen?
Ja. Die Chint-Schutzschalter im Sortiment sind nach IEC 60898-1 (Leitungsschutzschalter für Hausinstallationen) und IEC 61008/61009 (FI-Schutzschalter) zertifiziert. Diese Normen sind international gültig und gelten auch in Deutschland und der EU. Chint ist mit mehr als 50 Milliarden produzierten Schutzgeräten eines der erfahrensten Unternehmen der Branche. Die Zertifizierungen und CE-Kennzeichnung sind produktbegleitend dokumentiert.

Schutzschalter gehören in jeden Zählerschrank. Für den vollständigen Schutzkonzept empfehlen wir auch einen Blick auf unsere Kategorie Überspannungsschutz.

Alle technischen Angaben basieren auf den Herstellerdatenblättern von Siemens, ABB, ABN, Hager, Eaton und Chint. Maßgeblich für Planung und Ausführung sind stets die gültigen Fassungen der DIN VDE 0100 sowie die aktuellen Herstellerangaben. Montage und Anschluss ausschließlich durch eine zugelassene Elektrofachkraft.

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