Zählerschränke
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Wer einen Zählerschrank kaufen möchte, steht schnell vor einer Vielzahl an Fragen: Welcher Hersteller passt zum Projekt? Welche Normen sind einzuhalten? Und was muss der Schrank überhaupt können? Das ist gar nicht so kompliziert, wenn man weiß, worauf es ankommt.
Bei Zählerschrankexpert führen wir Zählerschränke von ABN, EATON, Hager, Hensel und Striebel & John – fünf Hersteller, die im deutschen Elektrohandwerk einen guten Ruf haben und deren Produkte von Netzbetreibern akzeptiert werden. Ob Neubau, Sanierung oder Erweiterung: Hier finden Sie, was Sie brauchen.
Was ist ein Zählerschrank – und was muss er leisten?
Im Grunde ist der Zählerschrank die Schaltstelle zwischen dem öffentlichen Stromnetz und der Hausinstallation. Er nimmt den Stromzähler des Energieversorgers auf, beherbergt den Hauptsicherungsbereich und verteilt den Strom auf die Verbraucherkreise im Gebäude. Klingt schlicht – ist es aber nicht immer.
Denn was genau drin sein muss, regeln in Deutschland gleich mehrere Normen und die individuellen technischen Anschlussbedingungen (TAB) jedes Netzbetreibers. Wer zum Beispiel in Bayern baut, kann auf andere Vorgaben stoßen als jemand in Nordrhein-Westfalen. Deshalb lohnt sich immer der Blick ins aktuelle TAB-Dokument des zuständigen Energieversorgers – oder ein kurzes Gespräch mit dem Elektrofachbetrieb.
Grundsätzlich aufgebaut ist ein moderner Zählerschrank aus drei Bereichen: dem unteren Anschlussraum mit SLS-Schalter, dem Zählerfeld selbst und dem darüber liegenden Verteilerbereich. Neuere Anforderungen schreiben zusätzlich einen APZ-Bereich vor – mehr dazu weiter unten.
Zählerschrank kaufen: Was Sie vorher klären sollten
Bevor Sie auf „In den Warenkorb“ klicken, sind ein paar Fragen zu beantworten – am besten gemeinsam mit dem Elektroinstallateur, der den Schrank später montiert.
Wie viele Zählerplätze werden gebraucht?
Für ein normales Einfamilienhaus reicht ein einzelner Zählerplatz. Bei Mehrfamilienhäusern oder gemischt genutzten Objekten braucht es entsprechend mehr. Die Norm schreibt vor: Pro Zählerfeld – das ist je 250 mm Breite – darf nur ein Zählerplatz untergebracht werden. Das klingt nach Kleinkram, hat aber direkte Auswirkungen auf die Gehäusegröße.
Dreipunktzähler oder eHZ?
Den Zählertyp legt nicht der Käufer fest, sondern der Netzbetreiber. In vielen Regionen sind nach wie vor klassische Dreipunktzähler im Einsatz, andernorts wird der elektronische Haushaltszähler (eHZ) eingebaut. Es gibt sogar Versorgungsgebiete, die digitale Dreipunktzähler verwenden. Im Zweifelsfall einfach beim EVU nachfragen – das spart später Ärger.
SLS-Schalter: Pflicht und Nennstrom
Im unteren Anschlussraum des Zählerschranks ist gemäß DIN VDE 0641-21 ein selektiver Hauptleitungsschutzschalter (SLS-Schalter) vorgeschrieben. Er muss vom Laien bedient werden können und plombierbar sein. Die gängigen Nennströme liegen bei 35 A, 40 A, 50 A oder 63 A – der richtige Wert hängt von der geplanten Anlage und den TAB-Vorgaben ab.
Überspannungsschutz – seit 2018 keine Frage mehr
Seit Dezember 2018 schreibt die DIN VDE 0100-443 für praktisch alle Neuinstallationen einen Überspannungsschutz der Typen I+II vor. Das gilt für Wohnhäuser genauso wie für Gewerbebauten. Viele Komplettschränke bringen diesen Schutz bereits werksseitig mit – das sollte man beim Kauf aber konkret nachprüfen, nicht einfach voraussetzen.
APZ-Bereich: Seit 2019 vorgeschrieben
Seit dem 1. April 2019 verlangt die VDE-AR-N 4100 in Abschnitt 7.7 einen sogenannten Anschlussbereich für Zusatzgeräte (APZ) im Zählerschrank. Mindestens 300 mm Höhe, eigene plombierbare Abdeckung, Spannungsversorgung aus dem Netzanschlussraum – so lauten die Kernanforderungen. Den APZ nachträglich in einen älteren Schrank zu integrieren ist in der Regel aufwändig. Wer einen neuen Schrank kauft, sollte diesen Bereich von Anfang an einplanen.
Unsere Hersteller: ABN, EATON, Hager, Hensel und Striebel & John
Wir führen kein Sammelsurium, sondern gezielt fünf Hersteller, die im deutschen Markt etabliert sind und deren Produkte von Elektrofachbetrieben täglich verbaut werden. Hier ein kurzer Überblick, wofür jede Marke steht:
ABN Zählerschränke
ABN steht für jahrzehntelange Erfahrung im Zählerschrank-Segment. Die Schränke sind für robuste Stahlgehäuse bekannt, die auch rauen Bedingungen standhalten. Wer eine Lösung sucht, die von den meisten deutschen Netzbetreibern ohne große Diskussion akzeptiert wird, liegt mit ABN oft richtig. Das Sortiment deckt Ein- und Mehrfamilienhaus-Anwendungen gleichermaßen ab.
EATON Zählerschränke
EATON kommt ursprünglich aus dem internationalen Energietechnik-Bereich und hat sein Zählerschrank-Sortiment gezielt auf den deutschen Markt ausgerichtet. Für Installateure interessant sind vor allem die durchdachten Innengehäuse, die eine zügige Montage erlauben. Wer auf eine Systemlösung aus einer Hand setzt, findet bei EATON ein stimmiges Angebot.
Hager Zählerschränke
Hager ist im deutschen Elektroinstallationshandwerk eine feste Größe. Die Zählerschränke von Hager überzeugen vor allem durch ihre Montagefreundlichkeit – werkzeuglose Kabeleinführungen, übersichtlicher Aufbau, IP44-Schutz als Standard. Viele Installateure greifen aus Gewohnheit zu Hager, weil man weiß, was man bekommt. Erhältlich für Dreipunkt- und eHZ-Anwendungen.
Hensel Zählerschränke
Gustav Hensel ist ein deutscher Spezialist für Installationsverteiler – mit einem klaren Schwerpunkt auf Langlebigkeit und Schutzgrad. Hensel-Schränke sind eine gute Wahl, wenn es auf besondere Beständigkeit ankommt: ob Feuchträume, Außenbereich oder industrielle Umgebungen. Sowohl Unterputz- als auch Aufputzversionen sind im Programm.
Striebel & John Zählerschränke

Striebel & John gehört zur ABB-Gruppe und ist vor allem für sein modulares Baukastenprinzip bekannt. Das erlaubt eine flexible Konfiguration je nach Netzbetreiber-Vorgabe – praktisch, wenn man regelmäßig in unterschiedlichen Versorgungsgebieten arbeitet. Die Verarbeitungsqualität ist hochwertig, die Gehäuse sind in verschiedenen Feldbreiten erhältlich. Für Betriebe, die häufig Neubauten und Sanierungen abwickeln, ein bewährtes System.
Welcher Zählerschrank passt zu Ihrem Projekt?
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht – zu unterschiedlich sind die Anforderungen. Aber diese drei Szenarien helfen bei der Orientierung:
Neubau EFH
Ein Komplettschrank mit einem Zählerplatz, mindestens 3-reihigem Verteilerfeld, SLS-Schalter, Überspannungsschutz und APZ-Bereich deckt in den meisten Fällen alle aktuellen Anforderungen ab. Hager, Striebel & John und ABN bieten hierfür gut abgestimmte Fertiglösungen.
Mehrfamilienhaus
Hier zählen vor allem: ausreichend Zählerplätze, je Wohneinheit ein eigener APZ-Bereich und eine eindeutige Beschriftungsmöglichkeit. EATON und Striebel & John haben in diesem Segment besonders flexible Systeme im Angebot.
Sanierung / Umbau
Bei einer grundlegenden Erneuerung der Zähleranlage schreibt der Netzbetreiber oft eine komplette Neuinstallation vor. In dem Fall direkt auf einen aktuellen Schrank setzen, der alle ab 2018/2019 geltenden Normanforderungen bereits erfüllt – das spart spätere Nacharbeiten.
Normen und Montagevorschriften im Überblick
Wer zum ersten Mal mit dem Thema Zählerschrank zu tun hat, den erschlägt die Normenlage schnell. Für die Praxis sind vor allem diese Vorschriften relevant:
Zur Montage selbst: Der Schrank muss lotrecht aufgestellt werden. Der Abstand vom Fußboden bis zur Mess- und Steuereinrichtung muss zwischen 0,8 m und 1,8 m liegen. Räume mit dauerhaft über 30 °C sowie feuer- oder explosionsgefährdete Bereiche scheiden als Standort aus.
Zählerschränke online kaufen – so einfach geht’s
Bei Zählerschrankexpert können Sie Zählerschränke von ABN, EATON, Hager, Hensel und Striebel & John direkt online bestellen – mit schneller Lieferung und ohne langes Suchen im Fachhandel. Unser Sortiment umfasst Komplettschränke für das Einfamilienhaus genauso wie mehrzählige Lösungen für größere Wohngebäude oder gewerbliche Objekte.
Stöbern Sie jetzt durch unser Sortiment und finden Sie den passenden Zählerschrank für Ihr Bauvorhaben.
Häufige Fragen zum Zählerschrank
Alle genannten Normen und Richtlinien entsprechen dem Stand 2024 und dienen der allgemeinen Orientierung. Für die verbindliche Planung und Ausführung ist stets ein zugelassener Elektrofachbetrieb einzubeziehen. Maßgeblich sind die jeweils aktuell gültigen Fassungen der Normen sowie die TAB des zuständigen Netzbetreibers.