ABN Zählerschränke

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ABN Zählerschrank ABNRS207Z0011 3Pkt, 1Z, 1V, 1APZ, HLAK, IP44, SKII, 5-polig
299,95 *
sofort verfügbar

ABN steht seit über 75 Jahren für einen einzigen Schwerpunkt: Zählerplatz- und Verteilertechnik, entwickelt und produziert in Deutschland. Was 1949 in Neuenstadt am Kocher als Elektrofachgeschäft begann, ist heute ein Teil der Schneider Electric-Gruppe und technologisch einer der prägenden Namen im deutschen Markt für Zähleranlagen. Die Schränke laufen auf deutschen Baustellen, werden von deutschen Netzbetreibern akzeptiert und von Elektrofachbetrieben täglich verbaut. Nicht wegen Marketingversprechen – sondern weil die Systeme funktionieren und die Normkonformität stimmt.

In dieser Kategorie finden Sie ABN Zählerschränke für den Dreipunktzähler sowie – im Zuge der laufenden Sortimentserweiterung – zunehmend auch Ausführungen für den elektronischen Haushaltszähler (eHZ). Alle Schränke kommen aus dem ABN-Werk in Neuenstadt, alle sind für den deutschen Markt konzipiert und normkonform nach VDE-AR-N 4100.

Wichtig: Montage, Anschluss und Inbetriebnahme eines Zählerschranks dürfen ausschließlich durch eine zugelassene Elektrofachkraft erfolgen. Die Inbetriebnahme und Plombierung des Zählerplatzes ist Aufgabe des Netzbetreibers.

ABN – was hinter dem Namen steckt

ABN steht für Albert Braun Neuenstadt. Elektromeister Albert Braun gründete das Unternehmen 1949 in Neuenstadt am Kocher in Baden-Württemberg. Bereits in den 1960er Jahren entwickelte ABN – als Reaktion auf neue Brandschutzvorschriften, die Holzgehäuse verboten – die ersten eigenen Zählerschränke aus Blech. Das war die Geburtsstunde eines Produktprogramms, das bis heute aus demselben Werk stammt.

Was folgte, ist eine Unternehmensgeschichte, die eng mit der Geschichte des deutschen Zählerplatzsystems verknüpft ist: Das System KURA war das erste ABN-Zählerschranksystem mit VDE-Zeichen. Das modulare System PROFIKS setzte später einen Industriestandard für kombinierbare Zählerplatz- und Verteilerfelder. Heute ist ABN als ABN GmbH by Schneider Electric Teil eines globalen Konzerns – produziert aber nach wie vor in Neuenstadt und entwickelt Produkte gezielt für den deutschen Markt und seine spezifischen normativen Anforderungen.

Für Elektrofachbetriebe bedeutet das in der Praxis: ABN-Schränke werden von den meisten deutschen Netzbetreibern ohne Diskussion akzeptiert. Das Typenbezeichnungssystem ist systematisch und lesbar. Und wer einmal mit ABN-Systemen gearbeitet hat, kennt den Aufbau – das spart Zeit auf der Baustelle.


Das ABN-Typenbezeichnungssystem entschlüsselt

Die Artikelbezeichnungen von ABN-Zählerschränken folgen einer klaren Logik, die auf den ersten Blick kryptisch wirkt – aber viel verrät, wenn man sie kennt. Am Beispiel des ABNRS207Z0011:

Kürzel
Bedeutung
Erläuterung

ABN
Hersteller
Albert Braun Neuenstadt – Made in Germany

RS
Systemreihe
RS = Reihengehäuse-System (Komplettschrank)

2
Feldbreite
2 = 2-feldig (Breite ca. 500–550 mm); 3 = 3-feldig (Breite ca. 750–800 mm)

07
Bauhöhe
07 = Bauhöhe 7 (entspricht 1.050–1.100 mm Schrankhöhe)

Z
Zählertyp
Z = Dreipunktzähler (3-Punkt-Befestigung); E = eHZ (elektronischer Haushaltszähler)

0011
Konfiguration
Stellt Anzahl und Art der Felder dar: 0 = kein Reserveplatz, 1 = 1 Zählerplatz, 1 = 1 Verteilerfeld, 1 = 1 APZ-Bereich

Konkret heißt das für den ABNRS207Z0011: Ein 2-feldiger Schrank, Bauhöhe 7, für Dreipunktzähler, mit einem Zählerplatz, einem Verteilerfeld und einem APZ-Bereich. Das Typenbezeichnungssystem erlaubt es erfahrenen Elektrikern, einen ABN-Schrank allein anhand der Artikelnummer vollständig einzuordnen – ohne Datenblatt aufzuschlagen.


Dreipunktzähler und eHZ – zwei Zählersysteme, die beide relevant sind

Wer einen ABN-Zählerschrank bestellt, muss vorher eine Frage klären: Schreibt der örtliche Netzbetreiber den Dreipunktzähler vor – oder den eHZ? Diese Entscheidung trifft nicht der Bauherr und nicht der Elektroinstallateur, sondern das jeweilige Energieversorgungsunternehmen (EVU). Beide Systeme sind aktuell im Einsatz, je nach Region und Netzbetreiber.

Der Dreipunktzähler – klassisch und weiterhin verbreitet

Der Dreipunktzähler ist benannt nach seiner dreifachen mechanischen Befestigung am Zählerplatz – oben in der Mitte und unten links und rechts. Das Zählerfeld ist mit einer 3-Punkt-Befestigungsplatte bestückt, die den Zähler fixiert und gleichzeitig die elektrische Kontaktierung über die Klemmen im unteren Anschlussraum sicherstellt. ABN-Zählerschränke für den Dreipunktzähler sind vorverdrahtet – Sammelschienensystem, HLAK und die Verbindungen zum Verteilerfeld kommen bereits werksseitig fertig montiert an.

Trotz der zunehmenden Verbreitung des eHZ ist der Dreipunktzähler in vielen deutschen Versorgungsgebieten nach wie vor Standard. Besonders in Bestandsgebäuden und bei Sanierungen ohne vollständige Elektroerneuerung ist er die Regel. ABN hat jahrzehntelange Erfahrung in der Auslegung dieser Systeme – das zeigt sich in der Detailqualität der Verdrahtung und der Zugänglichkeit für spätere Wartungsarbeiten.

Der eHZ – Standard im Neubau und Voraussetzung für Smart Metering

Der elektronische Haushaltszähler (eHZ) ist die Basis für das intelligente Messsystem. Er sitzt auf einer BKE-I-Kassette (Befestigungs- und Kontaktiereinrichtung) im Zählerfeld – einer genormten Schnittstelle, die den Einbau und Wechsel des Zählers durch den Netzbetreiber werkzeuglos ermöglicht. Daneben befindet sich der OKK (Optokopplerkopf) für die Datenauslesung.

Seit dem Rollout moderner Messeinrichtungen nach dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) und den Anforderungen an steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG ist der eHZ im Neubau faktisch Standard. Wer eine Wallbox, eine Wärmepumpe oder eine PV-Anlage anmeldet, braucht in der Regel einen eHZ-Zählerplatz mit BKE-I – damit der Netzbetreiber die steuerbare Anlage messtechnisch erfassen kann.

Tipp: Welcher Zählertyp für Ihr Versorgungsgebiet gilt, erfahren Sie beim zuständigen Netzbetreiber oder Energieversorger. Die technischen Anschlussbedingungen (TAB) sind für jeden Netzbetreiber öffentlich zugänglich und geben Auskunft über erlaubte Zählertypen und Schrankkonfigurationen. Im Zweifelsfall klärt Ihr Elektrofachbetrieb das vorab – das spart spätere Umtauschkosten.

Aufbau eines ABN-Zählerschranks – was Sie innen finden

ABN-Zählerschränke sind Komplettlösungen – sie kommen vorverdrahtet und systemgeprüft aus dem Werk. Wer einen Schrank öffnet, sieht eine durchdachte Aufteilung, die dem Installateur die Arbeit abnimmt und gleichzeitig den Anforderungen des Netzbetreibers entspricht. Die typischen Bereiche von oben nach unten:

Oberer Anschluss-
raum (OAR)
Bereich des Netzbetreibers – plombiert und berührungsgeschützt. Enthält die 5-polige Hauptleitungsabzweigklemme (HLAK), die die Hausanschlussleitung aufnimmt und auf das Sammelschienensystem verteilt. Bei ABN fingersicher nach DIN VDE 0603-3-1 ausgeführt.

Zählerfeld (Z)
Der Zählerplatz – beim Dreipunktzähler mit 3-Punkt-Befestigungsplatte und 5-poligen Anschlussklemmen 16 mm², beim eHZ mit BKE-I-Kassette. Bereich des Netzbetreibers, plombierbar. Vorverdrahtet mit dem Sammelschienensystem und dem unteren Anschlussraum.

Unterer Anschluss-
raum (UAR) / NAR
Aufnahmebereich für den SLS-Schalter auf dem 40-mm-Sammelschienensystem, 5-polig. Der SLS ist seit VDE-AR-N 4100 (April 2019) bei Neuinstallationen vorgeschrieben. Nicht im Schrank enthalten – muss separat bestellt werden.

APZ-Bereich
Anschlussbereich für Zusatzgeräte – seit April 2019 nach VDE-AR-N 4100, Abschnitt 7.7 verpflichtend. Bei ABN mindestens 300 mm hoch, mit eigener plombierbarer Berührungsschutz-Abdeckung und RJ45-Schnittstelle für das Smart Meter Gateway. Eingespeist aus dem Netzanschlussraum.

Verteilerfeld (V)
Aufnahmebereich für FI-Schutzschalter, Leitungsschutzschalter und weitere Schutzeinrichtungen. Bei ABN-Schränken typisch 5-reihig mit 60 Teilungseinheiten – Platz für alle Endstromkreise eines Einfamilienhauses, mit Reserve für Erweiterungen. Bereich des Elektroinstallateurs.


Schutzklasse II (SKII) und IP44 – was das konkret bedeutet

Schutzklasse II – doppelte Isolierung ohne PE am Gehäuse

Alle ABN-Zählerschränke in dieser Kategorie tragen die Bezeichnung SKII – das steht für Schutzklasse II. Das bedeutet: Das Gehäuse ist vollständig schutzisoliert – doppelt oder verstärkt isoliert – und benötigt keinen Schutzleiteranschluss an der Gehäuseoberfläche selbst. Bei einem Isolationsfehler in der Anlage können keine gefährlichen Potenziale am Gehäuseblech auftreten.

Das hat praktische Konsequenzen für die Installation: Der Elektriker muss keine aufwändige Erdverbindung zum Gehäuse herstellen. Der PE-Leiter läuft innerhalb des Schranks durch das Sammelschienensystem und die HLAK – nicht außen am Gehäuse entlang. Das vereinfacht den Einbau und macht den Schrank auch für Montagesituationen geeignet, in denen eine äußere Erdung schwierig wäre.

IP44 – Schutz für Feuchträume und Keller

Die Schutzart IP44 besteht aus zwei Ziffern, die jeweils einen eigenen Schutzgrad beschreiben. Die erste Vier steht für Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1 mm Durchmesser – kein Werkzeug, kein Draht, keine Kleinteile können eindringen. Die zweite Vier steht für Schutz gegen allseitiges Spritzwasser. Damit sind ABN-Zählerschränke für Keller, Treppenhäuser, Technikräume und geschützte Außenwandbereiche geeignet – aber nicht für dauerhaft nasse oder explosionsgefährdete Umgebungen.


Für welche Projekte eignen sich ABN-Zählerschränke?

Neubau Einfamilienhaus

Ein 2-feldiger ABN-Schrank mit einem Dreipunkt- oder eHZ-Zählerplatz, 5-reihigem Verteilerfeld und APZ-Bereich deckt den Standardbedarf vollständig ab. Der vorverdrahtete Schrank reduziert die Montagezeit erheblich.

Sanierung / Austausch

Ältere Schränke ohne APZ-Bereich werden von Netzbetreibern bei Anmeldungen neuer Anlagen oft nicht mehr abgenommen. Ein aktueller ABN-Schrank erfüllt alle seit 2018/2019 geltenden Normänderungen werkseitig – kein Nachrüsten nötig.

Wallbox / Wärmepumpe

Wer eine steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG anmeldet, braucht einen eigenen Zählpunkt. ABN bietet Schrankkonfigurationen mit zwei Zählerfeldern – für Hauptzähler und Wärmepumpen- oder Ladepunktzähler in einem gemeinsamen Gehäuse.

Mehrfamilienhaus

ABN bietet mehrzählige Schrankkonfigurationen für 2, 4 oder mehr Zählerplätze – jeweils mit eigenem APZ-Bereich pro Wohneinheit, wie es DIN 18015 und VDE-AR-N 4100 für Mehrfamiliengebäude fordern.

Hinweis zum SLS-Schalter: ABN-Zählerschränke werden ohne selektiven Hauptleitungsschutzschalter (SLS) geliefert. Der SLS muss separat bestellt und vom Elektrofachbetrieb in den unteren Anschlussraum eingebaut werden. Er ist seit VDE-AR-N 4100 (April 2019) für alle neuen Zähleranlagen vorgeschrieben. Passende SLS-Schalter finden Sie in unserem Sortiment.

ABN-Zählerschränke online kaufen – direkt zu Ihnen oder an die Baustelle

Bei Zählerschrankexpert können Sie ABN-Zählerschränke bequem online bestellen – direkt zu Ihnen nach Hause oder an die Baustelle. Das Sortiment in dieser Kategorie wird laufend erweitert. Wenn Sie einen bestimmten ABN-Schrank suchen, der aktuell nicht gelistet ist, sprechen Sie uns gerne an – wir helfen weiter.


ABN-Zählerschränke Made in Germany – über 75 Jahre Erfahrung in Zählerplatztechnik

Normkonform nach VDE-AR-N 4100, DIN VDE 0603 – von deutschen Netzbetreibern akzeptiert

Vorverdrahtet – Sammelschienensystem, HLAK und APZ-Bereich werkseitig fertig montiert

Schutzklasse II (SKII) und IP44 – für Keller, Treppenhäuser und feuchte Umgebungen

Schnelle Lieferung – direkt zu Ihnen oder an die Baustelle

Häufige Fragen zu ABN-Zählerschränken

Ist ABN ein eigenständiges Unternehmen oder ein Teil von Schneider Electric?
ABN ist heute als ABN GmbH by Schneider Electric eine Tochtergesellschaft des weltweit tätigen Energietechnikkonzerns Schneider Electric. Die Marke ABN bleibt eigenständig und steht weiterhin für Produkte, die in Neuenstadt am Kocher in Baden-Württemberg entwickelt und produziert werden. Die Verbindung mit Schneider Electric hat das Produktportfolio erweitert – unter anderem durch Integration von Smart-Home-Systemen (Merten, Ritto) und dem LexCom-Multimediasystem. Das Kerngeschäft Zählerplatztechnik läuft weiterhin unter der Marke ABN.
Woran erkenne ich, ob mein Netzbetreiber den Dreipunktzähler oder den eHZ vorschreibt?
Das steht in den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) Ihres Netzbetreibers, die auf dessen Website veröffentlicht sein müssen. Wenn Sie die TAB nicht finden oder interpretieren können, fragen Sie direkt beim Energieversorger nach – mit der Adresse Ihres Grundstücks kann das EVU sofort sagen, welcher Zählertyp vorgeschrieben ist. Ihr Elektrofachbetrieb kennt in der Regel die Vorgaben des lokalen Netzbetreibers und kann die richtige Schrankkonfiguration empfehlen.
Was ist die RJ45-Schnittstelle im APZ-Bereich – und wozu brauche ich die?
Die RJ45-Schnittstelle im APZ-Bereich ist der Datenanschluss für das Smart Meter Gateway (SMGW) – das Herzstück des intelligenten Messsystems. Über diese Schnittstelle kommuniziert das SMGW mit dem Messsystem und der Außenwelt (Netzbetreiber, Lieferant). Seit dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) und der Pflicht zum Einbau intelligenter Messsysteme in bestimmten Anlagen ist der APZ-Bereich mit RJ45-Anschluss in ABN-Schränken kein optionales Extra, sondern normative Voraussetzung für die Abnahme durch den Netzbetreiber.
Muss ich für eine Wallbox oder Wärmepumpe einen eigenen ABN-Schrank kaufen?
Nicht unbedingt einen komplett eigenen Schrank – aber häufig eine erweiterte Schrankkonfiguration. Wer eine Wallbox oder Wärmepumpe nach § 14a EnWG anmeldet, braucht dafür einen eigenen Zählpunkt. ABN bietet Schrankkonfigurationen mit zwei Zählerfeldern in einem Gehäuse – zum Beispiel für Hauptzähler und Wärmepumpenzähler nebeneinander. Das ist effizienter als zwei separate Schränke und spart Platz an der Wand. Sprechen Sie Ihren Elektrofachbetrieb auf die richtige Konfiguration an.
Was bedeutet „5-polig“ in der ABN-Schrank-Bezeichnung?
5-polig bezieht sich auf das Sammelschienensystem im Schrank: Es führt alle fünf Leiter eines Drehstromsystems – die drei Phasenleiter L1, L2, L3, den Neutralleiter N und den Schutzleiter PE. Das ist Standard in deutschen Wohn- und Gewerbebauten. Die 5-polige HLAK (Hauptleitungsabzweigklemme) im oberen Anschlussraum klemmt entsprechend alle fünf Leiter der Hausanschlussleitung an. Alternativ gibt es in Spezialanwendungen auch 4-polige Systeme (ohne separaten PE), diese sind jedoch in der Wohnhausinstallation heute nicht mehr üblich.

Alle technischen Angaben basieren auf den Herstellerdaten von ABN GmbH by Schneider Electric. Maßgeblich sind stets die aktuellen Produktdatenblätter sowie die gültigen Fassungen der VDE-AR-N 4100, DIN VDE 0603 und die TAB des zuständigen Netzbetreibers. Montage und Anschluss ausschließlich durch eine zugelassene Elektrofachkraft.

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